Terminkalender ist online

Eine Übersicht mit wichtigen Aktivitäten des Teams wurde erstellt.

Team Niedland Terminkalender 2017

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Douaumont Marathon

Heute vor 100 Jahren wäre diese Tour undenkbar gewesen: es tobte rund um Verdun eine der blutigsten Schlachten, die die Menschheit je gesehen hat. Während der Stellungskämpfe des Ersten Weltkrieges starben hier Hundertausende Menschen. Die Zeiten haben sich geändert und so können wir fast ohne es zu bemerken von Deutschland nach Frankreich radeln. Unterwegs grüßt man sich von Radsportler zu Radsportler.

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Alles beginnt um 7 Uhr am Gerlfanger Sportplatz bei frischen 4°C. Via Waldwisse, Cattenom, Thionville und Fontoy steuern wir auf das Lothringer Plateau mit seinen endlosen Weiten zu. Der Raps blüht, entgegen der Wettervorhersage grüßt die Sonne fast die gesamte Zeit, es rollt mit 31er Schnitt vor sich hin, alles wunderbar. Vor der Auffahrt in die Berge Verduns passieren wir einige Kriegsgräberfriedhöfe (wir = Thomas, Michael, Martin, Julian). Am Beinhaus von Douaumont (Ossuaire de Douaumont) herrscht immer eine besondere Stimmung – wir drehen eine stille Gedenkrunde, ehe es zum Fort Douaumont weitergeht.

Ein Tourist aus Thüringen beschert uns ein Gedenkgruppenfoto vor dem Fort. Er kann es kaum glauben, dass man aus Deutschland mit dem Rad bis hierher fahren kann und hält meine GoPro für eine Alarmanlage für das Fahrrad. Es geht für uns weiter am Museum vorbei und dann hinab Richtung Westen. Erfreulicherweise hat der Wind von Nord auf West gedreht und hat an Intensität zugelegt. Mit mäßigem Druck auf dem Pedal kann man im Flachen 40 km/h erzielen. Unser Eiltempo wird jedoch durch einen ausgiebigen Boxenstop an einem Supermarkt in Etain unterbrochen – zum Glück ist in Frankreich nur in Grenznähe Feiertag heute.

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Das halbe Baguette hilft dem Bedürftigen leider nichts – ab km 160 müssen wir zwei Gänge zurückschalten und arbeiten uns im Schongang bis zur Mosel vor. Ab hier ist es nicht mehr allzu weit bis nach Hause und man kennt sich bald wieder aus; spätestens im Canner-Tal und das sorgt für die dritte Luft. Zwischen Canner und Staatsgrenze sind allerdings noch einige kleine Hügel zu bewältigen, die mit 200 km in den Beinen mitunter weh tun können. So erreichen wir alle zusammen am späten Nachmittag den Ausgangspunkt und beenden eine tolle Tour, die im nächsten Jahr auf eine Wiederholung zählen kann.

 

 

Details zur Tour

Schlacht um Verdun (Wikipedia)

Fort Douaumont (offizielle Website des frz. Staates)

 

Team-Trainingslager auf Mallorca, Teil 3: Puig Major, Abschluss

Am Donnerstag stand mir der Speedgruppe die Tour über Puig Major und Soller an. Bei frischen Temperaturen aber durchwegs trockenen Verhältnissen genossen wir den echten letzten Radtag, denn für Freitag, unseren eigentlich letzten Tag, war Dauerregen angekündigt. In der Gruppe waren wieder einige frisch eingetroffene Belgier am Start, die an den ersten beiden Anstiegen ein richtig flottes Tempo angingen. Am letzten Anstieg von Soller hoch kam dann nicht mehr ganz so viel und etliche Teilnehmer der Gruppe waren völlig am Ende, weshalb auf dem Rückweg nicht das sonst üblich hohe Tempo gefahren werden konnte.

Am Abend genehmigten wir uns 1-2 Bier im Bierkönig.

Wie angekündigt begrüßte uns der Freitag mit Dauerregen. Aber zwecks Titelverteidigung der „Kilometerkönigs“ unternahm Julian noch eine kleine Tour und zu allem Regen kam auch noch ein Platten hinzu. An jedem Freitagabend findet bei Fred Rompelberg immer der Abschlussabend statt. Team Niedland feierte Siege in zwei Kategorien: Kilometerkönig und bestes Foto. In den beiden Spezialdisziplinen unseres Jens erfolgte dieses Jahr leider keine Wertung.